Dienstag, 26. Juli 2016

Angst














Jemand hat mir geraten meine Ängste einfach mal aufzumalen und dann würde ich erkennen, dass alles nicht so wild ist. Hat irgendwie nicht funktioniert.
Ich habe irgendwie echt Angst davor zurück nach Deutschland zu gehen (ich studiere, lebe und arbeite nach wie vor in Innsbruck, Österreich), dort ein Zweitstudium zu beginnen und dafür einen Kredit aufzunehmen. Für jemanden, der aus der Unterschicht kommt, die es in Deutschland ja angeblich nicht gibt, gar keine Kleinigkeit.

Neulich hab ich von Deutschland geträumt. Alle hatten riesengroße Ellenbogen, mit denen sie sich gegenseitig aus dem Weg gerammt haben und alle trugen überdimensionale Aktenordner mit Bewerbungsunterlagen für 400-Euro-Jobs mit sich herum... Ja..

Sonntag, 3. Juli 2016

Die Zukunft gehört uns











































































Neulich is mein Handy kaputt gegangen. Ist aber niemandem aufgefallen. Als ich nach mehreren Tagen die Simkarte wieder benutzten konnte, warteten genau null Benachrichtigungen auf mich über verpasste Anrufe oder Nachrichten. Immer wieder schön, solche Momente. Ich bin wirklich froh, dass meine Freunde nicht ständig völlig abhängig an ihren Telefonen kleben, um anderen zu schreiben. *hust*.

Auch dieser Blog hier war echt lange fast außer Betrieb. Die letzten Monate waren.. - na sagen wir mal - recht taff. Ich bin gerade erst dabei mich wieder  richtig zusammen zusetzen. Und möchte jetzt versuchen wieder regelmäßig was zu bloggen.

Oh und ich wurde, wie im Comic erwähnt, an einer Kunsthochschule aufgenommen. Studienkredit here we cooome. Yöhh!!

Sonntag, 1. Mai 2016

Was bisher geschah

















































2 Monate is mein letzter Blogeintrag her. Ich hab nicht mal gemerkt, dass so viel Zeit vergangen ist, so sehr war ich in meinem Hamsterrad eingespannt. Uni, Arbeit. Uni. Arbeit. Uni. Arbeit. Oh, und ja. An der Mappe für die Kunsthochschule arbeiten.
Diesen Samstag dann, habe ich endlich meine allerletzten Seminararbeiten abgegeben, die ich in diesem Studium schreiben muss. Danach bin nach Hause spaziert, habe was vom Chinesen bestellt, mein Zeichentablet von Spinnenweben befreit und endlich mal wieder was gemalt. So banal das klingt, das war das beste, dass ich seit.. gefühlten Ewigkeiten erlebt habe.

Oh. Das. Und die Einladung zur Aufnahmeprüfung bei der Kunsthochschule. Die kam letzte Woche an. Crazy Shit, oder?

Sonntag, 6. März 2016

Wie werde ich ein richtig unerfolgreicher Webcomicblogger: 11 Super-Tipps.

Wolltest du auch schon immer so einen Comicblog starten, hast aber gar keinen Bock, dass das schon wieder so ein Supererfolg wird, wie deine anderen Onlineprojekte. Dann folgen jetzt hier 11 Supertipps, wie man auf jeden Fall viele Klicks und übermäßige Aufmerksamkeit vermeidet.

1. Veröffentlichungsrythmus


Erfolgreiche Blogger veröffentlichen regelmäßig. Manche täglich, manche wöchentlich.
Es ist auch eigentlich gar nicht so wichtig, was man postet, sondern entscheidend DAS man postet. (Das ist das Internet. Quantität vor Qualität.)
Lass das. Poste nur alle zwei oder drei Wochen mal was. Oder noch besser: fahre ein halbes Jahr auf Kur in BadKleinKlein und melde dich erst danach wieder. Wer dich bis dahin noch nicht aus seinem Verteiler gekickt hat, wird spätestens jetzt daran erinnert es zu tun.

2. Der Inhalt


Wenn du sichergehen willst das möglichst wenige deine Beiträge lesen, dann berichte über irgendwas dass nur sehr wenige Menschen oder vielleicht auch nur dich interessiert.
Ich fahre sehr gut mit Kunstgeschichte und verstaubten Reliquien. Gut wäre aber auch sowas wie die Fortpflanzung von Fischottern. Du kannst dabei ruhig witzig sein, aber sei nicht zu flach, dass zieht nur die Massen ein.

Es gibt dabei allerdings eine gewisse Grenze. Ab einem gewissen Maß an Abgefucktheit zieht man dann wieder sehr viele (abgefuckte) Leute an. Also den Otter-Porn vielleicht lieber in der Dropbox lassen und bei einem guten Glas Wein genießen.  

3.Wall of Content  


Willst du sicher gehen, dass niemand liest, was du produziert hast, dann poste möglichst lange, nicht in zwei Sekunden verdauliche Beiträge.

Vergiss die Katzen. Vergiss Titten. Vergiss die 4-Panel-Comics.Versuchs doch stattdessen mal mit einer 4-teiligen Trilogie, mit mehreren tausend Seiten im PDF-Format.
Aber so weit musst du eigentlich gar nicht gehen. Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne für einen Internetbeitrag beträgt drei Sekunden. Also lehn dich entspannt zurück bei einer Beitragslänge ab 4 Sekunden.

Mir zum Beispiel ist klar, dass das hier niemand mehr liest. Ich kann hier alles schreiben, was ich will, nur um Lücken zu füllen. Eben gerade war ich bei BurgerKing und hab mir ein Menü bestellt. Und dann wollte ich noch so eine Waffel mit Eis dazu. Da hat der Verkäufer mich echt komisch angeschaut. So nach dem Motto „Wirklich Fetti? Meinst du nicht, dass so ein Burger schon genug zu deinem Herzinfarktrisiko beiträgt? Willst du nich lieber n Salat?“. Und ich dachte „Woah, momentmal – du – Ähm. - egal. Nächster Punkt. 


4. Technik und Stil 


Versuchs gar nicht erst mit Photoshop. Nimm Windows Paint. Oder du zeichnest in alte karierte Collegeblocks und scannst das dann ein, aber so richtig schön scheiße-unlesbar. Erzähl dann allen, dass sei eine künstlerische Stilentscheidung.
Das hat den Vorteil, dass du über Kritik erhaben bist. Es ist schließlich beabsichtigt, dass es so kacke aussieht. Das hat aber auch den Vorteil, dass vermutlich gar niemand erst lesen wird, was du da machst. Es ist auch wichtig, dass du nicht weiterentwickelst. Also besser gar nicht zu viel üben.  

5. Chaos


Das Genie beherrscht das Chaos. Aber du bist kein Genie. Du bist nur ein durchschnittlicher Mensch auf diesem durchschnittlichen Planeten.
Verschwende viele kostbare Minuten oder auch Stunden um unter den Papierstapeln nach deinem Tablet zu suchen, dann nach dem Stift für das Tablet, nur um dann zu erkennen, dass das Usb-Kabel für dein Tablet irgendwo anders liegen geblieben sein muss und du heute sowieso nix mehr machen kannst.
Lass Bücherstapel umstürzen und auf deinen Laptop fallen, so dass dieser einen Totalschaden erleidet.(Wissen wiegt schwer.) Finde unter den Papierbergen alte Mitschriften, die dich daran erinnern, dass morgen eine Prüfung ist, für die du noch nicht gelernt hast. Lass in einer Schublade ein Brötchen verschimmeln, bis der Kammerjäger dein Zimmer versiegeln und ausräuchern lässt. Außerdem is auch bald wieder Waschtag und der Müll müsste mal wieder rausgebracht werden. Vielleicht.  

6. Psychische Krankheiten und Störungen 


Immer gut um sein Leben nicht auf die Reihe zu kriegen, geschweige denn einen Webblog. 
Obwohl man ja theoretisch echt richtig viel zu erzählen hätte. Aber dafür müsste man die Kraft aufbringen, aus dem Bett zu kommen. 
Ich persönlich habe ADHS. Depressionen oder paranoide Schizophrenie tun es aber auch. Irgendwas, was dir dein Leben so richtig vefickt schwer oder zur Hölle macht, aber von der allgemeinen Gesellschaft nicht wirklich ernst genommen wird. Denn denk immer dran:„Wenn du wirklich wolltest, könntest du es schaffen, sie können es ja schließlich auch.“  


7. Hobbys und andere Verpflichtungen. (Time is Money, Money is Power, Power is Pizza) 


Ich meine klar. Man könnte einfach Design oder sowas studieren und sein Leben voll ausrichten auf Kunst, Comics und so weiter. Aber man kann auch was völlig anderes studieren, zum Beispiel Elektrotechnik oder Translationswissenschaften. Und man kann auch noch nebenbei arbeiten oder sich ehrenamtlich engagieren (falls man ein verwöhntes Bonzenkind ist, das nicht arbeiten muss. Ups sorry.) Man kann seine Freundschaften pflegen oder sein Meerschweinchen. Man kann Containern oder auf Reisen gehen. Man kann alle 4 Teile von Sims in Echtzeit spielen, sich ein Kostüm für eine Supernatural-Convention basteln oder die gesammelten Werke von Tolstoi lesen.
Wichtig ist auf alle Fälle, dass man kein Zeitgefühl hat und sich sehr häufig in seinen Plänen verzettelt.  

8. Suchtstoffe 


Im weitesten Sinne. In meinem Fall sind das ungesundes Essen und Cola Light. Ich sehe euch lachen. Aber wie viel Zeit und Geld ist in meinem Leben schon drauf gegangen, beim Beschaffen von Binge-Lebensmitteln.
Wie viele Stunden sind vergangen, während ich der Pizza beim Aufwärmen im Ofen zuschaute. Wann wird mich der Krebs dahinraffen, den mir die Aspartam-versuchte Diätcola eingebrockt hat. Wie viele Photoshop-Kurse hätte ich mir ohne diese Suchtmittel finanzieren können?
Wie viele viele nicht völlig veraltete Pcs, auf denen Photoshop überhaupt läuft, hätte ich mir kaufen können..? Ja,genau. 

9. Soschäl Netwörking


Wäre dein Leben ein Roman, wärst du der Almöhi aus Heidi. 
Nur dass nicht mal Heidi dich besuchen kommt, weil du ihre Whatsappnachricht nicht liest, in der steht, dass sie deine Adresse noch gar nicht hat und du sie doch bitte vom Bahnhof abholst. Wahrscheinlich hast du nicht mal ein Smartphone.
Und wäre alle anderen fleißig ihre Beiträge bei Facebook, Google+, Twitter, Instagram, Pinterest, Vine, Youtube, Snapchat, Flickr, We-heart-it, Tumblr, Whatsapp und dem Aol-Instantmessenger teilen.. lädst du deine Comics nur bei einem verstaubten Blog-Anbieter hoch und erreichst genau 3 Leute. Oh warte, der Account zählt deine eigenen Klicks auch als Webaufrufe. Puh. 

10.Verlasse deine Wohnung nicht. 


Noch mehr Social-Networking. Erlebe nichts.Treffe keine Freunde, gehe nicht auf Partys. Erzähle niemanden von deinem Blog. Geh schon gar nicht! Auf gar keinen Fall! Zu diesen Comic-Messen. Am Ende sind da noch Leute, die interessiert was du machst.  


11.Glaube nicht an dich selbst


Du kennst die Zeile aus jedem schmalzigen Tränenrühr-Motivations-Disney-Popsong. 
Es gibt Leute, die haben Selbstvertrauen. Oder es gelingt ihnen genug davon vorzutäuschen um andere von ihrem Werk zu erzählen.
Sie machen vielleicht sogar Werbung für sich oder gehen auf Messen. Und warum? 
Weil sie glauben, dass irgendwo irgendwer ihr Zeug interessieren könnte.
Dieser Punkt ist vielleicht der wichtigste. So simpel wie effektiv. Leg dir ordentlich Selbstzweifel zu, leg dir selbst Steine in den Weg und ergreife keine der Chancen, die sich dir bieten. Vielleicht löschst du deinen Blog auch einfach gleich wieder. Is' eh einfacher.



Finde das USB-Kabel. 





























Dienstag, 23. Februar 2016

Professor S und die verschwundene Seminararbeit

Ein Titelbild für eine Geschichte, die vermutlich niemals fertig wird, weil sie viel zu lang ist.. oder vielleicht doch nicht..? Düdüdüdüüüüüü - mysteriöse Musiiiiik!
























































Momentan schreibe ich an einer .. na, nennen wir es mal Fortsetzung der ellenlangen Fortsetzungsstory über die heilige Vorhaut. Eigentlich ist es auch gar keine Fortsetzung sondern einfach eine weitere ellenlange Fortsetzungsstory mit den selben Charaketeren. Die würde dann zwar wieder diverse meiner Gefälltmirer bei Facebook vergraulen, aber irgendwie habe ich Lust noch mal ein Kunstgeschichteabenteuer zu zeichnen.. =)

Achja. Und ja - die Charaktere hätten dieses mal.... *Trommelwirbel* Nasen. O.O Warum? Darum.

Ps. Ich habe während des Malens dieses Bildes die ganze Zeit Animeopenings gehört und spreche jetzt fließend Japanisch.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Müssen und Sollen































































Ende letzten Jahres musste mein Däd, der niemals auch nur eine Erkältung gehabt hat, ins Krankhaus, weil er plötzlich ohne Grund bewusstlos wurde. Er musste operiert werden. Schickte mir aber schon am nächsten Tag Selfies aus dem Krankenhaus.

Das sind so die Momente, in denen man sich Gedanken macht, Ist dieser ganze Scheiss von wegen "rechtzeitig fertig werden", "bloß keine Lücken im Lebenslauf haben", eigentlich soo wichtig..?
Eher nicht. Nur kann man nicht sein ganzes Leben so führen, permanent mit dem Gedanken im Hinterkopf "Morgen könntest du derjenige sein, der sein Krankenhaus-Frühstück bei Instagram postet."

Ja. Mein Däd hat Instagram. Und als ich ihn gefragt habe, ob ich nicht für ein halbes Jahr Auszeit nach dem Bachelor nicht einfach schon zu alt sei... (immerhin werd ich nächsten Monat 27 o.o).. meinte er nur: "Zu alt für was?".

"being grown up isnt half as fun as growing up"




Mittwoch, 20. Januar 2016

more than this..

































Mein absoluter Lieblingsfilm war und ist und wird immer sein: Lost in translation.
In jeder Phase meines Lebens habe ich etwas anderes und neues in diesem Film entdecken können.
Fernweh; das Gefühl ohne Ziel zu sein; dann als ich nach Österreich gezogen bin.. das Gefühl fremd zu sein (ja, auch wenn für die meisten meiner deutschen Freunde nicht glauben können, dass es da wirklich "so anders ist"); das Ende von Beziehungen; das Wissen bald Entscheidungen treffen zu müssen; die besondere, tiefe Verbundenheit, die man auf Reisen mit manchen Menschen sehr schnell entwickeln kann..
Und immer mehr verstehe ich die Dinge, die Billy Murray im Film sagt:
"Je älter man wird, desto mehr weiß man, was man will und desto weniger lässt man an sich heran.."

Freitag, 8. Januar 2016

Vergiss deine Träume und werd Bürokauffrau. Es sei denn, dein Traum ist es Bürokauffrau zu sein. Dann vergiss den auch.







































Letztes Jahr habe ich beschlossen, dass ich keinen Master in Kunstgeschichte machen möchte. Sondern mich an Kunsthochschulen bewerben will für Design, visuelle Kommunikation etc. Das war keine ganz leichte Entscheidung. Denn es bedeutet, dass ich einen Studienkredit aufnehmen muss, für ein Studium.. bei dem ich danach nicht unbedingt auf ein gesichertes Einkommen setzen kann.

Auch ist es ziemlich seltsam, wenn man seinen Freunden dabei zusieht, wie sie langsam "erwachsen werden." Ernsthafte Beziehungen, gemeinsame Wohnung, Hausbau, Familien, Karriereplanung..
und ich selbst werde dann, wenn ich angenommen werde, nochmal Erst-Semester.

Aber die Alternative.. nämlich auf einen Beruf hinarbeiten, den ich eigentlich nicht möchte, einen Master durchziehen, nur um einen Master zu haben.. ich fürchte mir fehlt die Disziplin dazu.

Es ist schon seltsam.. wenn man jung ist, hat man meist ein ziemlich genaues Bild davon, wie man mal sein wird.. mit Mitte/Ende 20.. und wenn es dann so weit ist, sieht die Realität häufig ganz anders aus..
Ich fände es gut, wenn das mit Mitte 30 oder Mitte 40 etwas anders wäre..

Irgendwann habe ich dann Menschen von diesem Plan erzählt. Und die oben genannten Reaktionen sind keine Übertreibung. Sehr viele meiner Freunde haben genauso geantwortet. Interessanterweise waren ältere Bekannte viel positiver eingestellt.

Ps, Soll ich den Comic in die Bewerbungsmappe tun oder haun die mich dann gleich wieder raus ? ;)